Die Tage geht es hier bei uns recht turbulent zu : Am Montag kam Hundewelpe Shelly, ein ca. 4 Monate altes Rottweiler-Mix Mädel aus einem TH in Kroatien, zu uns – und das ist sie …

Eigentlich ist sie eine ganz Liebe und Brave, aber leider etwas „undicht“ : Sprich, das ein oder andere Häuflein oder Bächlein kommt erst dann, wenn wir gerade draußen waren *seufz*

Und da der herzallerliebste Göga, der das ja alles angezettelt hat, diese Woche Spätdienst hat, bleibt nun alles an mir hängen – als wenn ich es nicht geahnt hätte, das das so endet, denn ICH  hatte Rita klipp und klar gesagt, das ich niemals einen Pflegehund nehme, aus genau diesen Gründen – aber Göga meinte, als ich mal nicht da war und ER mit Rita telefonierte – jaaaa, man könnte ja zur Not, was Rita dann auch gleich als volle Zustimmung auslegte und uns in die Pflegehundverteilung mit einplante !

Naja, nun habe ich den Salat, bzw. den Welpen, der eigentlich jetzt schon ein eher kleines Kälbchen ist, denn obwohl ich freie Wahl hatte, war da am Montag in der Praxis nichts Kleineres als Pflegehund im Angebot …

Und als wenn das nicht schon genug Trubel wäre und die Katzenbande eh‘ schon genervt ist, kam dann gestern noch so ein „netter“ Anruf von den neuen Dosis (  bzw. dem Ehemann ) einer meiner ehemaligen Pflegekatzen ( Fine ) :

Was wir ihnen da für eine gestörte Katze vermittelt hätten, die wäre ja wohl nicht ganz normal : Sie hätte ihn doch tatsächlich am Morgen mit ihren Krallen attackiert, so das er drei tiefe Kratzer davon getragen habe ! Und außerdem würde sie alles vollpinkeln und überhaupt nicht mit der anderen Katze spielen wollen, wie sie das schließlich zu tun hätte …

Auf meine vorsichtige Nachfrage, was dann zu den Kratzern geführt habe, sagte er mir dann, er habe die Katze aus einem Zimmer „entfernen“ wollen, in dem sie sich nicht aufhalten solle und da hätte sie ihn angegriffen.

Was er denn nun denke, was ich tun soll ???

Ja, er will die Katze „umtauschen“ und das Geld zurück !

Ohhhhhhhha, sind wir denn jetzt im Katzenkaufhaus ???

Ich habe ihm dann ganz sachlich erklärt, das es nicht möglich wäre, eine Katze umzutauschen, geschweige denn, die Schutzgebühr erstattet zu bekommen – er dürfe mir die Katze aber gerne zurück bringen, wenn das denn das ist, was er wünscht.

Gestern Abend kam dann die arme Fine zurück : Ich war soooo dermaßen erschrocken, als ich sie sah, das ich die Tränen zurückhalten musste – viel zu dünn, struppiges Fell, verschüchtert und riesengroße, ängstliche Augen und dann, was ich ja gar nicht leiden kann, ein Halsband mit Glöckchen um !

Da konnte ich mich ja nicht zurückhalten und habe mal nachgefragt, wofür das gut sein soll ?

Naja, das man sie immer gut hört und weiß, wo sie sich im Haus rumtreibt – ich habe mich dann erkundigt, ob bekannt ist, das der Geräuschpegel für die Katze einer Kuhglocke gleich kommt, die man sich als Mensch um den Hals bindet.

Die Antwort, die mich fast vom Glauben abfallen ließ, lautete, sie hätten beide ja schon von Kindesbeinen an Katzen, sie kennen sich schließlich aus !!!

Jepp, und wie die sich auskennen, ich mag hier gar nicht alles wiedergeben, wie die arme Fine in ein Leben gedrängt wurde, das alles andere als artgerecht für ein 5 Monate altes Katzenmädel war – nur eines : Die Katze war quasi sehr lange ( seit 6. Dezember um genau zu sein ) mehr als geduldig mit diesen Beiden, bevor sie nun endlich gegen diese katzenungerechte Haltung protestierte und sich wehrte. Und dieses 1 Mal wehren genügte schon, um die arme Fine als gestört abzustempeln 😦

Erfahrung macht aber wieder mal klug, ich werde nächstes Mal, bevor ich eine Katze in ein neues Zuhause gebe, noch sorgfältiger hinter die Kulissen schauen !!!

Fine hat sich fürs erste mal unten in unser Katzenzimmer zurückgezogen, wo ich sie mit allerhand Leckereien verwöhne, damit sie sich hier bald wieder heimisch fühlt – Kater Max, ihr Brüderchen hat sich ihr schon wieder vorsichtig angenähert und sie umgurren sich sogar schon nach anfänglichen Fauchen – ich bin guter Dinge, das ich vielleicht doch bald wieder die alte draufgängerische und verschmuste Fine, wie ich sie kenne,  zurück haben werde.

Es wäre zu schade, wenn diese beiden „Katzenkenner“ die arme Maus vermurkst hätten – wollen wir es mal nicht hoffen …