Hallo  ihr,

seit Donnerstag Nachmittag ist Max nun wieder zu Hause. Am Mittwoch durften wir ihn aus der Tierklinik abholen und holten uns auch gleich ein Problem mit nach Hause : Die 3. OP ist nun gleichzeitig die allerletzte Chance, wenn das Beinchen nun nicht endlich gut verheilt, muss es amputiert werden 😦

Das heißt nun, Max darf absolut überhaupt nicht springen und da war nun das Problem – hier im 350 qm Riesenhaus gibt es nicht einen Raum, wo nicht irgendetwas drin steht, auf das er nicht hinaufspringen könnte und sei es nur eine Fensterbank – sogar das 30 cm hohe Bett im Schlafzimmer, wo er bisher war,  ist nun tabu 😦

Also musste eine schnelle Lösung her – da wir mit dem großen Hasenkäfig ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten, hatte Micha nun die Idee, selber was zu bauen, aber dafür war eigentlich nun nicht die Zeit, ich musste am Nachmittag zur Arbeit und es war unmöglich, Max einige Stunden in der kleinen Transportbox sitzen zu lassen 😦

Da kam mir der Gedankenblitz, zu unserer TÄ zu fahren und ihn für ein paar Stunden dort unterzubringen – gesagt, getan, also musste der arme Schatz nochmal ein paar Stunden in der „Fremde“ verbringen !

Derweil baute Micha dann das 120 x 120 cm große „Max – Town“ auch genannt „Der Katzenknast“ – leider war die Umsetzung dann doch zeitaufwendiger als geplant und so holte ich Max erst am Donnerstag Nachmittag nach Hause …

Und gegen meine Erwartungen nimmt er seine neue Unterkunft eigentlich sehr gut an – als wenn er wüsste, um was es nun geht – schaut selber :

Max - Town  oder "Der Katzenknast" ;)

Max – Town oder „Der Katzenknast“ 😉

Eigentlich ist es recht geräumig, ich schaffe es sogar, mich so dermaßen klein zusammenzufalten, das ich mich, um  Kuschelzeit mit Max zu verbringen, auch noch mit reinlegen kann – dabei kommt mir meine Platzangst zwar nicht gerade zu Gunsten, aber da geht es mir wie Max : Was muss, das muss 🙂

Denn auch das Kuscheln ist natürlich ganz wichtig für den Heilungsprozess 🙂

Oben hat der „Katzenknast“ zwei Klappen zum öffnen und ein Sonnenfenster und vorne ist er ganz offen und mit Hasendraht versehen – den Boden habe ich zur leichteren Reinigung mit einem Bettlaken ausgelegt, das dann einfach ausgewechselt wird !

Zwar keine Luxussuite, aber ich denke, es könnte auch schlimmer sein …

Und nun warten wir wieder, die Pins liegen jetzt offen, das heißt, der tägliche Verbandwechsel entfällt, ich mache nun jeden Tag Wundreinigung und halte alles gut im Auge, morgen gehen wir – nur zu meiner eigenen Beruhigung – zur Kontrolle zum TA, aber es sieht im großen und ganzen gut aus – wie es natürlich innen aussieht und wie der Heilungsprozess verläuft erfahren wir erst übernächste Woche, wenn wir wieder zur TK zum röntgen müssen !

Bis dahin ist absolute Ruhe angesagt – und wenn ich so darüber nachdenke, hätte ich keine von den anderen Katzen hier, die so lieb und brav und geduldig als Patient wären, wie Max es ist  …

Allerdings hatte ich die Tage allmählich meine Schwierigkeiten, die Tabletten in Max reinzukriegen – Leberwurst Parties waren inzwischen kein Lockmittel mehr, der Lieblingskäse und die Wurst, die normalerweise verschlungen wird, wurden mit Verachtung gestraft 😦

Da musste ich heute morgen zu einer Methode greifen, die ich normalerweise verabscheue : Kater in die Transportbox, Schnute auf, Tablette rein ( bitte tief genug, sonst erfolgt Tablettenweitspucken ) Schnute zu und fertisch !

Und siehe da, nach 5 Minuten war Max  schon gar nicht mehr mit mir beleidigt und die Aktion „Tablettengabe“ von 30 Minuten mit 1000000 Überredungsworten auf 3 Minuten verkürzt – geht doch !

Und vielleicht mag er irgendwann auch wieder mal Leberwurst 😉

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag 🙂